Im Outokumpu Stahlwerk in Bochum endet die Produktion


OUTOKUMPU OYJ
PRESSEMITTEILUNG
23. Juni 2015, 15 Uhr MEZ


Mehr als 100 Jahre-Edelstahlproduktion in Bochum gehen zu Ende. Outokumpu fährt heute das Bochumer Stahlwerk herunter. Anlässlich der letzten Schmelze gab es eine Zeremonie, zu der sich die Mitarbeiter zusammenfanden. 

„Es macht natürlich traurig, dass wir heute eine Ära der Edelstahlproduktion in Bochum beenden. Aber es ist für uns ein notwendiger Schritt, um innerhalb Europas zu ausgewogenen Produktionskapazitäten zu gelangen“, sagt Dr.Oliver Picht, Vorstandsvorsitzender der Outokumpu Nirosta GmbH. „Ich danke allen Mitarbeitern des Bochumer Werks ausdrücklich für ihre engagierte Unterstützung, insbesondere auch in den vergangenen zwei Jahren. Es war für uns von größter Bedeutung, dass für alle Anschlussbeschäftigungen oder weitere gute Lösungen gefunden werden konnten und keiner in die Arbeitslosigkeit gehen muss.“

Die Schließung des Stahlwerks in Bochum sowie die Einstellung der Flüssigphase in Krefeld Ende 2013 sind wesentliche Elemente des Restrukturierungsprozesses. Damit realisiert Outokumpu wichtige Synergien aus dem Zusammenschluss mit Inoxum. Die Aktivitäten sind Beleg für eine grundlegende Trendwende bei Outokumpu. So beziffern sich die positiven finanziellen Auswirkungen durch das Herunterfahren des Bochumer Werks auf mehr als 30 Millionen Euro pro Jahr ab 2016. Schon in der zweiten Jahreshälfte 2015 wird mit Einsparungseffekten in Höhe von rund 20 Millionen Euro gerechnet. Die Schließung des Stahlwerks in Bochum ist Teil des europäischen Restrukturierungsprogramms von Outokumpu, das die Einsparung von 100 Millionen Euro bis Ende 2017 zur Vorgabe hat. 

Deutschland spielt mit rund 2.500 Mitarbeitern auch künftig eine zentrale Rolle für Outokumpu: Mit dem Krefelder Kaltwalzwerk, das erstklassige, maßgefertigte Werkstoffe für anspruchsvolle Endkundensegmente produziert, sowie mit den Werken in Benrath, Dahlerbrück und Dillenburg verfügt Outokumpu in Deutschland über eine starke Präsenz.

Zur weiteren Stärkung des Standorts Krefeld werden dort im Rahmen der Verlagerung der Ferrit-Produktion von Düsseldorf-Benrath nach Krefeld bis zum kommenden über 100 Millionen Euro in das Kaltwalzzentrum selbst und zusätzlich in ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum investiert. Nach der für 2016 beschlossenen und bereits kommunizierten Werksschließung in Düsseldorf-Benrath, wird die Outokumpu Nirosta in Deutschland mit drei leistungsstarken Werken in Krefeld, Dahlerbrück und Dillenburg aufgestellt sein, zu denen es klare Standortbekenntnisse gibt.

Für weitere Informationen:
Sven van Zoest, Tel. +49 2151 832 125, Mobil. +49 173 571 5852

 

Die Outokumpu-Gruppe

Outokumpu ist international führend im Bereich Edelstahl. Wir erschaffen hochanspruchsvolle Materialien, die effizient, lange haltbar und recycelbar sind – für eine Welt, die ewig währt. Edelstahl, der vor einem Jahrhundert entwickelt wurde, ist das ideale Material, um haltbare Lösungen für anspruchsvolle Anwendungen von Schneidwaren bis zu Brücken, von der Energiebranche bis zur Medizintechnik zu schaffen: Er ist zu 100% recycelbar, korrosionsbeständig, wartungsfrei, langlebig und hygienisch. Outokumpu beschäftigt über 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 30 Ländern. Der Unternehmenssitz ist im finnischen Espoo. Outokumpu ist am Nasdaq Helsinki notiert. www.outokumpu.com