Outokumpu stellt neues industrielles Konzept für Europa zur Verbesserung der finanziellen Situation des Unternehmens vor


OUTOKUMPU OYJ
PRESSEMITTEILUNG
1. Oktober 2013 um 10.00 Uhr MEZ

 

Outokumpu präsentierte heute Pläne weiterer struktureller Änderungen für das Europa-Geschäft mit dem Ziel der Verbesserung seiner Finanzsituation und Effizienz, um das Unternehmen in die Profitabilität zurückzuführen.

Zwar hat Outokumpu infolge des Zusammenschlusses von Outokumpu und Inoxum Ende 2012 bereits signifikante Kosteneinsparungen implementiert, doch ist die Kostenstruktur des Unternehmens angesichts des gegenwärtigen Marktumfeldes noch immer unhaltbar hoch.

Der Edelstahlmarkt ist 2013 nach wie vor herausfordernd, vor allem aufgrund der anhaltend schwachen Konjunktur in Europa und der weltweiten Überkapazitäten in der Branche. Outokumpu musste auch 2013 hohe Verluste hinnehmen: Per Ende Juni belief sich die Nettoverschuldung auf rund 3,0 Milliarden Euro. Die Überkapazitäten in der Branche und die Importe aus Asien setzen die Preise und Margen weiter unter Druck. Anzeichen für eine wesentliche Verbesserung des Marktumfeldes sind derzeit nicht zu erkennen. Allein in Europa besteht eine Überkapazität von mehr als 1.500.000 Tonnen bei der Kaltwalzproduktion. Darüber hinaus brachte die Veräußerung von Terni aufgrund der Auflagen der Europäischen Kommission ein geringeres Synergiepotenzial mit sich, als ursprünglich geplant.

Vor diesem Hintergrund stellt Outokumpu nun ein neues industrielles Konzept zur weiteren Steigerung der Effizienz für seine Betriebe in Europa vor. Die geplanten Änderungen sehen konkret wie folgt aus:

  • Schnellere Schließung des deutschen Schmelzwerks in Bochum, um eine effizientere Produktionsstruktur und höhere Kapazitätsauslastungen zu erreichen.
  • Verringerung der Glüh- und Beizkapazität in Finnland um 200.000 Tonnen sowie Verringerung der Kaltwalzkapazität in Deutschland um 300.000 bis 350.000 Tonnen, um die Kapazitätsauslastung zu steigern und Kosten einzusparen.
  • Optimierung des Service Center-Netzwerks des Unternehmens durch die Schließung der Service Center in Barcelona, Spanien, und Langenhagen, Deutschland.
  • Weitere Kosteneinsparungen durch die Verschlankung der Organisationsstrukturen und Aktivitäten an allen Standorten.

Mika Seitovirta, CEO von Outokumpu: „Wir präsentieren heute ein solides industrielles Konzept, mit dem wir Outokumpu zurück in die Profitabilität führen können. Für unser europäisches Coil-Geschäft haben wir eine Zwei-Säulen-Strategie entwickelt: Das finnische Tornio wird als Kostenführer in der Produktion großer Mengen austenitischer und ferritischer Standardgüten über eine sehr gute Kostenstruktur verfügen und höchste Qualität bieten, während unsere deutschen Werke als Kaltwalzzentrum erstklassige maßgeschneiderte Werkstoffe für die anspruchsvollsten Endkundensegmente anbieten werden. Wir verringern die Produktionskapazität mit dem Ziel einer besseren Auslastung. Wenig rentable Umsätze werden eingestellt. Des Weiteren werden wir unser Service Center-Netzwerk optimieren und unsere Organisationsstruktur verschlanken.“

„Diese Maßnahmen sind zwar schmerzhaft, jedoch notwendig, um unter den schwierigen Marktbedingungen eine Trendwende einzuleiten. Mit der Umsetzung dieser Pläne können wir die Einsparungen erheblich beschleunigen. Sie werden bereits 2015 rund 380 Millionen Euro betragen, was unsere finanzielle Situation beträchtlich verbessern wird. Mit diesem Plan werden wir die Weiterführung der Edelstahlproduktion in Europa sicherstellen und den verbleibenden über 10.000 Outokumpu-Mitarbeitern in Europa eine bessere Arbeitsplatzsicherheit bieten“, sagt Mika Seitovirta.

Insgesamt werden die heute präsentierten geplanten strukturellen Änderungen voraussichtlich zu einem zusätzlichen Abbau von bis zu 1.000 Stellen in Europa führen. Der weltweite Abbau, so die Planung, wird sich damit insgesamt auf rund 3.500 Stellen belaufen. Das industrielle Konzept wird voraussichtlich zu weiteren Einsparungen von mehr als 100 Millionen Euro führen. Insgesamt werden aus den Sparprogrammen jährliche Einsparungen in Höhe von 300 Millionen Euro im Jahr 2014 und 450 Millionen Euro im Jahr 2017 erwartet.

Geplante Änderungen in Deutschland

Outokumpu plant, die Schließung des Bochumer Schmelzwerks bereits im Verlauf des kommenden Jahres anstatt – wie ursprünglich vorgesehen – Ende 2016 durchzuführen. Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung ergab, dass mit der Schließung von Bochum eindeutig höhere Kosteneinsparungen erzielt werden, als mit jedem anderen Szenario. Von der Schließung sind voraussichtlich rund 450 Stellen in Bochum betroffen.

Für Benrath ist geplant, das NIFO-Investitionsprogramm (Nirosta Ferrit-Optimierung) entsprechend des ursprünglichen Zeitplans fortzuführen. Die Benrather Produktion wird also nach Krefeld verlagert und der Standort bis Ende 2015 geschlossen. Um die Produktionsverlagerung zu ermöglichen und die Rolle von Krefeld innerhalb des Unternehmens zu stärken, plant Outokumpu, 100 Millionen Euro in den Standort Krefeld zu investieren. Von der Benrather Schließung werden nach Berechnungen 480 Arbeitsplätze betroffen sein. Einem Teil der Benrather Belegschaft wird eine Beschäftigung in Krefeld angeboten; zudem werden Vorruhestandslösungen vorgeschlagen.

Outokumpu wird eng mit ThyssenKrupp zusammenarbeiten, das sich im Rahmen des ursprünglichen Inoxum-Transaktionsvertrags verpflichtet hat, bis zu 600 Outokumpu-Mitarbeitern in Deutschland Arbeitsplatzangebote zu machen.

Nach den geplanten Schließungen wird Outokumpu Nirosta aus zwei effizienten und spezialisierten Produktionsstandorten bestehen, die in höchster Qualität produzieren: Krefeld und Dillenburg, mit einer gemeinsamen jährlichen Kaltwalzkapazität von 450.000 bis 500.000 Tonnen. Auch wird Krefeld mit seinem Schwerpunkt auf kundenorientierter Innovation und neuen Produktanwendungen eine zentrale Rolle in der F&E-Strategie des Unternehmens spielen.

Aufgrund der laufenden strategischen Evaluation hat die heutige Ankündigung keine Auswirkung auf die Präzisionsband-Produktion in Dahlerbrück und die VDM-Werke. Entscheidungen zu Dahlerbrück werden Ende November 2013 getroffen. Die noch laufende strategische Überprüfung von VDM wird voraussichtlich Ende dieses Jahres abgeschlossen.

Als unser größter Markt mit den meisten Mitarbeitern spielt Deutschland weiterhin eine zentrale Rolle für Outokumpu. Gegenwärtig beschäftigt Outokumpu rund 5.500 Mitarbeiter in Deutschland. Zudem ist der Standort Deutschland von entscheidender Bedeutung in puncto Produktion, F&E, Beschaffung und Geschäftsstrategie des Unternehmens.

Geplante Änderungen in Finnland

Nach den Vorgaben des Konzepts wird ein Großteil der gegenwärtigen Bochumer Produktion bis Ende 2014 nach Tornio verlagert. Außerdem plant das Unternehmen mit Blick auf die aktuelle Marktnachfrage die Außerbetriebnahme einer Glüh- und Beizanlage (mit einer jährlichen Kapazität von 200.000 Tonnen) in Tornio. Dieser Plan wird voraussichtlich bis zu 100 Mitarbeiter in Tornio und Terneuzen, Niederlande, betreffen. Innerhalb der geplanten Struktur wird Tornio auch künftig eine Schlüsselrolle in der Strategie von Outokumpu einnehmen, sei es in Bezug auf das Schmelzen, das Kaltwalzen von Austeniten oder den Bereich Forschung & Entwicklung. Die heutige Ankündigung wird weder Auswirkungen auf die Ferrochrom-Produktion des Unternehmens in Tornio noch auf die Chrommine in Kemi haben.

Schweden-Geschäft

Innerhalb der geplanten Produktionsstruktur nimmt Avesta eine wichtige Rolle in der Schmelz- und Spezialgütenstrategie von Outokumpu ein und ist der Schlüsselstandort für die Erforschung und Entwicklung von Spezialgüten. Die zuvor angekündigte strategische Überprüfung der Kaltwalzproduktion in Kloster und Nyby schreitet entsprechend des vorgesehenen Zeitplans voran und das Unternehmen geht davon aus, dass entsprechende Entscheidungen Ende 2013 getroffen werden. Die heutigen Ankündigungen haben keinerlei Auswirkungen auf die Quartoblech- und Langproduktherstellung im Werk Degerfors, die wichtige Rollen für das Spezialgüten-Geschäft von Outokumpu spielen.

Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite

Outokumpu wird mit den Arbeitnehmervertretern umgehend Verhandlungen zu den geplanten Maßnahmen aufnehmen. Hierbei wird es die vor Ort jeweils geltenden Bestimmungen und üblichen Verfahren einhalten und sich mit den zuständigen Gewerkschaftsgremien und Arbeitnehmervertretern beraten.

Telefonkonferenz heute, 1. Oktober 2013, um 11.00 MEZ/12.00 Uhr OEZ

Outokumpu hat für heute, den 1. Oktober, 11.00 MEZ respektive 12.00 Uhr OEZ eine Telefonkonferenz für Medienvertreter, Analysten und Investoren angesetzt. Bitte verwenden Sie den Code 8319994 und wählen Sie 5 bis 10 Minuten vor Beginn der Konferenz folgende Nummern: 

Finnland: +358 9 5424 7159
Deutschland: +49 69 2222 3198
Schweden: +46 8 505 96 328
Großbritannien: +44 20 7950 6551
USA und Kanada: +1 210 795 1143

Zugriff auf die Präsentationsmaterialien erhalten Sie online bei der Netzkonferenz unter https://e-meetings.verizonbusiness.com/nc/join/. Zugang zur Netzkonferenz erhalten Sie nach Eingabe der Konferenznummer PB7835052 und des Codes 8319994.

Mit diesem direkten Link haben Sie ebenfalls Zugang zur Netzkonferenz https://e-meetings.verizonbusiness.com/nc/join.php?i=PB7835052&p=8319994&t=c.

Sie können die Telefonkonferenz auch zu einem späteren Zeitpunkt unter folgendem Link erneut abrufen: http://www.outokumpu.com/en/investors/IR-events/webcasts/.

Weitere Information erteilt Ihnen der Bereich:

Outokumpu Communications, Tel.: +49 203 488 07 221

Die Outokumpu Gruppe



Outokumpu ist der international führende Anbieter von Edelstahl und Hochleistungswerkstoffen. Wir erschaffen hochanspruchsvolle Materialien, die effizient, lange haltbar und recycelbar sind – für eine Welt, die ewig währt. Edelstahl, der vor einem Jahrhundert entwickelt wurde, ist das ideale Material, um haltbare Lösungen für anspruchsvolle Anwendungen von Schneidwaren bis zu Brücken, von der Energiebranche bis zur Medizintechnik zu schaffen: Er ist zu 100% recycelbar, korrosionsbeständig, wartungsfrei, langlebig und hygienisch. Outokumpu beschäftigt über 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 40 Ländern. Der Unternehmenssitz ist im finnischen Espoo. Outokumpu ist am NASDAQ OMX Helsinki notiert. www.outokumpu.com

 

DISCLAIMER

Der vorliegende Text ist eine Übersetzung. Rechtlich verbindlich ist das englische Original.